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Banater Post

Vertriebenenbeirat in Bayern neu konstituiert

Der neu konstituierte Beirat für Vertriebenen- und Spätaussiedlerfragen in Bayern mit Sozialministerin Emilia Müller (Mitte); Vertreter des Landesverbandes Bayern der Landsmannschaft der Banater Schwaben in diesem Gremium ist Bernhard Fackelmann (Dritter von links). Foto: StMAS

Am 21. Februar fand im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration in Anwesenheit von Sozialministerin Emilia Müller die Konstituierung des neu berufenen Beirats für Vertriebenen- und Spätaussiedlerfragen statt. Die Landsmannschaft der Banater Schwaben wird in diesem beratenden Gremium der Bayerischen Staatsregierung durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Landesverbandes Bayern, Bernhard Fackelmann, vertreten.

Sozialministerin Müller betonte: „Der Vertriebenenbeirat ist für uns ein wichtiger Partner. Wir wollen wissen, was den deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern am Herzen liegt. Hier hat uns der Vertriebenenbeirat bisher stets hervorragend beraten.“ Die Ministerin dankte den Beiratsmitgliedern für ihre Bereitschaft mitzuwirken: „Dieses Gremium ermöglicht den direkten Dialog zwischen allen Beteiligten. So sind und bleiben die Anliegen der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler fest und dauerhaft im Blick.“

Müller unterstrich, dass Vertriebenenpolitik höchst aktuell und zukunftsweisend ist. Sie ist Kulturpolitik, Sozialpolitik und Integrationspolitik in einem. „Eine besondere Aufgabe und Herausforderung ist es, Kultur, Schicksal und Geschichte der deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler lebendig im Bewusstsein der Gesellschaft zu halten. Bayern stellt sich dieser Herausforderung.“ Die Ministerin verwies dabei auf das Haus des Deutschen Ostens, das für alle Heimatvertriebenen und Spätaussiedler ein wichtiges Begegnungs-, Förder- und Kulturzentrum ist. Mit Blick auf die Schirmherrschaft Bayerns über seinen vierten Stamm, die Sudetendeutschen, nannte Müller auch die Errichtung des Sudetendeutschen Museums in München als Leuchtturmprojekt der bayerischen Kulturpolitik.

Dem Vorsitzenden des Beirates, Christian Knauer, dankte Müller für seine hervorragende Arbeit im Vertriebenenbeirat wie auch als Vorsitzender des Landesverbandes Bayern des Bundes der Vertriebenen. „Die Heimatvertriebenen und Spätaussiedler brauchen einen starken Dachverband, der diese Schicksalsgemeinschaft zusammenhält und zusammenführt“, so die Ministerin abschließend.

In seiner Rede lobte Christian Knauer den Freistaat Bayern als zuverlässigen Partner der deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler und wies auf die guten Beziehungen des Bundes der Vertriebenen zum Bayerischen Sozialministerium hin. Es folgten die Berichte von MR Dr. Wolfgang Freytag, für die Vertriebenenpolitik zuständiger Referatsleiter im Sozialministerium, zum Fortgang der Arbeiten am Sudetendeutschen Museum in München sowie zum Stand der Anträge auf Zahlung der Anerkennungsleistung an ehemalige deutsche Zwangsarbeiter. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2017.

Der Beirat für Vertriebenen- und Spätaussiedlerfragen wurde aufgrund des Organisationserlasses vom 6. Juni 2007 des Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen ins Leben gerufen und übernahm die Aufgaben des seit 1946 bestehenden Hauptausschusses der Flüchtlinge und Ausgewiesenen in Bayern. Die Geschäftsführung des Beirats, der beim Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration angesiedelt ist, liegt beim Landesverband Bayern des Bundes der Vertriebenen (BdV). Der Beirat besteht aus 13 ständigen Mitgliedern, darunter der BdV-Landesvorsitzende sowie sechs Vertreter der beim BdV-Landesverband organisierten landsmannschaftlichen Gruppen. Außerdem gehören dem Gremium je ein Vertreter der Bayerischen Staatskanzlei, des Sozial- und des Innenministeriums, des Hauses des Deutschen Ostens, der kommunalen Spitzenverbände sowie der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege an. Die Mitglieder des Beirats werden für die Dauer von vier Jahren berufen.