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Banater Post

Auf das Wesentliche besinnen

Ein Jahr geht dem Ende zu, in dem innerhalb unseres Verbandes viel geschehen ist. Brauchtumsveranstaltungen wurden organisiert, Kulturveranstaltungen abgehalten, Klassen- und Jahrgangstreffen fanden statt, Bücher, Heimatblätter, Zeitungen, Tonträger wurden herausgegeben, Studien- und Pilgerfahrten unternommen, Seminare und Kulturtagungen organisiert, zu Zelt- und
Ferienlagern eingeladen, Kontakte gepflegt und neue geschaffen.

Ja, es ist wahrlich viel geschehen. Das ist umso mehr hervorzuheben, als alle Banater Schwaben in Deutschland, in Österreich, in Frankreich, den USA, Kanada, Argentinien oder Brasilien auch in eine neue Gemeinschaft eingebunden sind, an dem Ort, in dem sie leben, an ihrem Arbeitsplatz, in ihrer Kirchengemeinde, in neuen Nachbarschaften und vielen anderen sozialen Einheiten. Dass sie es darüber hinaus noch schaffen, die bestehenden oder neu entstandenen Banater Gemeinschaften mit Leben zu erfüllen, ist eine große, anerkennenswerte Leistung.

Wir haben in diesem Jahr mit unseren Partnern im Banat an das Jahr 1716 erinnert, an den Beginn unserer Geschichte im Banat, als die Heere der Habsburger und ihrer Verbündeten unter dem Prinzen Eugen Temeswar und das Banat befreit und so erst unsere Ansiedlung im Banat möglich gemacht haben. Wir haben uns mit dem Motto des diesjährigen Heimattages in Ulm quasi in das eigene Stammbuch geschrieben, dass wir diese Geschichte fortschreiben wollen. Wir wirken in Ulm und in den Heimatortsgemeinschaften, in den Landes- und Kreisverbänden, in den Jugend- und Trachtengruppen, in sämtlichen Vereinen, Gliederungen und Initiativen. Wir tun das nicht zum Selbstzweck, sondern wir schätzen den Wert der im Laufe von bald drei Jahrhunderten entstandenen Gemeinschaft mit ihren besonderen Ausprägungen in Geschichte und Kultur, in Wirtschaft und Gesellschaft.

Daran zu erinnern tut in dieser Zeit der großen Umbrüche und der Orientierungslosigkeit der Eliten besonders Not. Eine Rückbesinnung auf das Wesentliche, auf die wahren Dinge des Lebens, war auch für die Banater Schwaben in vielen, schweren Lebenssituationen prägend. Daran sollten wir öfters erinnern, in dieser Zeit.