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Banater Post

Christus will uns Glück und Freude schenken

Gott ist Mensch geworden und liegt als Christkind in der Krippe. So hat er sich uns Menschen offenbart. Diese Krippe wird alljährlich zur Weihnachtszeit im Dom zu Temeswar aufgestellt. Foto: Mihai Botescu

„Bald ist Weihnacht, wie freu’ ich mich drauf, / da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf; / es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern’, / wie hab’n wir doch alle das Weihnachtsfest gern.“ Dieser historische Weihnachtsspruch entstammt dem Volksgut und drückt die Sehnsucht des anonymen Verfassers nach dem größten Fest der Christenheit aus.

Gerade in diesen Tagen wird auch in uns die Erinnerung an das Weihnachtsfest wach – wie es in der alten Heimat, im Banat gefeiert wurde. Groß und Klein freuten sich auf Weihnachten, das Fest der Geburt Jesu. Gott wird Mensch in einem Kind, das wir Heiland und Erlöser nennen und an den wir fest glauben. Doch was ist aus diesem Glauben geworden?

Leider wissen immer weniger Menschen, worum es an Weihnachten wirklich geht. Aber dies ist ihnen ja auch egal. Hauptsache ist doch, dass man wieder mal einige freie Tage hat. Und die Geschenke hat das Christkind ja auch schon längst unter den reich verzierten Christbaum gelegt.

Zum guten Glück gibt es noch Warenhäuser, die allen Eltern den Rat geben, ihre Kinder mit großen Geschenken einzudecken. Und dies selbstverständlich – wir sind ja zumindest in der Adventszeit sehr fromm – im Namen des Christkindes! Es ist ja geradezu rührend, mit welch einer Sentimentalität wenigstens einmal im Jahr die Werbetrommel für ein besonderes christliches Fest geschlagen wird. Mir treibt es angesichts von so viel Straßen- und Kaufhausbeleuchtung schon fast die Tränen in die Augen. Und alle freuen sich, dass – obwohl es an allen Ecken leuchtet und brennt – nicht von Stromsparmaßnahmen die Rede ist.

Es stimmt, dass vor über 2000 Jahren in Bethlehem ein Kind mit Namen Jesus zur Welt kam, von dem die Christen sagen und lehren, dass es sich um den Sohn Gottes handelt. Doch wussten Sie wirklich, dass dieser Jesus deshalb von seinem himmlischen Vater auf diese Erde gesandt wurde, damit wir Menschen glücklich und fröhlich sein können?

Aus der Weihnachtsgeschichte kennen Sie vielleicht die Szene, bei der den Hirten auf dem Feld plötzlich ein Engel begegnete. Als diese erschraken, sagte der Engel ihnen als erstes, dass sie sich nicht fürchten sollen. Und gleich darauf: „Ich verkünde euch eine große Freude, die allen Menschen zuteilwerden soll!“ (Lk 20,10-11). Nach dieser doch recht aufmunternden Feststellung wies er dann darauf hin, dass es sich bei dieser „großen Freude“ um den soeben geborenen und langersehnten Retter, um Jesus Christus, handelt.

Jesus beantwortete als erwachsener Mann die Frage, warum er seine Botschaft weitergibt, wie folgt: „Damit meine Freude in euch ist, und  eure Freude vollkommen wird“ (Joh 15,11). Und eine Weile später verspricht er all denen, die an ihn glauben: „Diese Freude kann euch niemand mehr nehmen!“ (Joh 16,22)

Einige wissen zwar rein theoretisch, dass Christus uns Freude schenken will. Aber es sind nach wie vor nur wenige, die wirklich eine persönliche Erfahrung damit gemacht haben. Die echte Bedeutung von Weihnachten wird man erst dann erfassen, wenn man diese Freude, die Jesus Christus schenken will, auch wirklich erfährt.

Ach, wie schön ist es, wenn Advents- und Weihnachtszeit eine Zeit der Muße und Besinnlichkeit werden. Wie versöhnlich ist es, wenn menschliche Zuwendung und der Friede mit sich selbst und dem  Nächsten sich einstellen. Im Weihnachtsevangelium hören wir schließlich davon und wünschen uns zu Recht, dass auch wir daran Anteil haben. Doch diese Besinnlichkeit und dieser Friede sind nichts Selbstverständliches.

Die Weihnacht Jesu war gewiss alles andere als besinnlich und friedvoll. Maria, Josef, die Hirten, die Weisen, Herodes werden eher Stress gehabt haben. Doch in all den stressbringenden Unwägbarkeiten der Menschwerdung SEINES Sohnes begegnet ER dem Menschen, um ihn zur Besinnung zu bringen – und um ihm Frieden anzubieten. Damals und heute!

Darum: Was immer wir an Friedlichem und Besinnlichem planen mögen, am Ende wirkt es sich wirklich befriedend aus, wenn wir mit GOTT rechnen und uns auf IHN besinnen – gerade auch bis in unsere Friedlosigkeit hinein.

Ihnen und Ihrer Familie eine besinnliche Adventszeit, ein gnaden- und friedvolles Weihnachtsfest und Gottes Segen im Neuen Jahr 2017!