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Banater Post

Neue Akzente in der Seniorenarbeit in Nürnberg

Beim Monatstreff der Banater Senioren im Juni berichtete Lothar Blickling (Dritter von rechts), der langjährige Organisator dieser Zusammenkünfte, aus eigener Erfahrung über den Schlaganfall und dessen Risikofaktoren. Einsender: Gislinde Müller

Schon seit vielen Jahren treffen sich Seniorinnen und Senioren aus den Reihen der Banater Schwaben einmal im Monat im Haus der Heimat in der Imbuschstraße in Nürnberg zu einem gemütlichen Beisammensein. Bis Ende letzten Jahres wurden die jeden zweiten Montag des Monats stattfindenden Treffen von Lothar Blickling geleitet. Doch ein Schlaganfall zwang ihn dazu, diese ehrenamtliche Tätigkeit aufzugeben.

Glücklicherweise fand sich mit Herta Funar bereits Anfang 2016 eine „Nachfolgerin“, so dass die turnusmäßigen Treffen weiterhin planmäßig stattfinden. Innerhalb kurzer Zeit ist es Herta Funar gelungen, den Treffen einen eigenen Stempel aufzudrücken. So erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei ihrem Eintreffen bereits eine gedeckte Kaffeetafel. Zum Ausklang werden die Geburtstagskinder des jeweiligen Monats mit einem Ständchen geehrt. Dabei erweisen sich die Seniorinnen und Senioren als recht sangesfreudig, so dass anschließend an das Geburtstagsständchen stets auch ein bunter Strauß altbekannter Volkslieder erklingt. Begleitet werden die Sängerinnen und Sänger dabei am Akkordeon von Ewald Schuster, dem dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön ausgesprochen werden soll.

Im Mittelpunkt der einzelnen Treffen steht jeweils ein bestimmtes Thema, wie beispielsweise Ostereier
färben, Muttertagsfeier usw. Eine besondere Begegnung hatte Herta Funar für den Juni vorbereitet:
Lothar Blickling, der nach einem mehrwöchigen Krankenhaus- und Reha-Aufenthalt wieder auf den Beinen ist, hatte sein Kommen zugesagt. Seine Schilderung „aus erster Hand“ über den Verlauf der Krankheit stieß bei den Anwesenden auf reges Interesse. Vor allem aber waren sie voller Bewunderung darüber, wie er sich nach dem Schlaganfall ins Leben zurückgekämpft hat. Im Anschluss an seinen Erfahrungsbericht präsentierte Lothar Blickling noch einen sehr aufschlussreichen Film zum Thema „Bluthochdruck“ als einer der wichtigsten Risikofaktoren bei Schlaganfall. Die Teilnehmer bedankten sich für den Bericht und den Film mit lebhaftem Applaus und wünschten dem Referenten weiterhin gute beziehungsweise vollständige Genesung.

Das letzte Treffen vor der Sommerpause fand am 11. Juli statt. Die Organisatorin begrüßte dieses Mal als Gast die aus Sanktanna stammende Katharina Niklaus (geb. Henny), die aus ihrem Buch „Banat – eine kleine Zeitreise“ las. Die Autorin spannt darin den Bogen vom ausgehenden 17. Jahrhundert über die Befreiung Wiens, Temeswars und Belgrads von den Türken und der danach beginnenden Besiedlung des Banats bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, als nach dem Sturz der kommunistischen Diktatur in Rumänien auch die letzten ausreisewilligen Deutschen den Weg zurück in die Urheimat ihrer Vorfahren fanden. Wie es im Vorwort heißt, hat Katharina Niklaus dieses Buch geschrieben, um ihrem Enkel und dessen Generation die Beweggründe zu erläutern und ihnen verständlich zu machen, weshalb und unter welchen Umständen ihre Urahnen im 18. Jahrhundert aus ihrem Heimatland weggezogen sind und deren Nachfahren nach mehr als zehn Generationen wieder hierher zurückkamen.

In eigener Sache sei noch darauf hingewiesen, dass die Treffen ab September bereits um 13.30 Uhr beginnen.