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Banater Post

Rastlos für seine Landsleute im Einsatz

Schulleiter Josef Weilhammer überreicht Studiendirektor Peter Zillich ein Geschenk anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand.

Pfarrer Zillich aus dem Schuldienst verabschiedet - „Seelsorge lässt sich nicht in feste Sprechstundenzeiten drängen“ und „die Gedanken an das, was einem anvertraut wird, die Gedanken an die Nöte, von denen man erfährt, die lassen sich nicht einfach abschütteln, wenn das Gespräch beendet ist.“ Dies sagte der Direktor der Europa-Berufsschule Weiden in der Oberpfalz, Josef Weilhammer, am 1. Februar d.J. zur Verabschiedung in den Ruhestand von Studiendirektor Peter Zillich, unserem Banater Heimatpfarrer mit dem Akkordeon. Peter Zillich wirkte knapp 20 Jahre an dieser Schule, in der er nicht nur eine vorbildliche Schulpastoral entwickelt, sondern auch den Kontakt zu Berufsschulen in Osteuropa, darunter nach Temeswar in das Banat, auf- und ausgebaut hat. Große Bekanntheit erreichte Pfarrer Zillich, als er mit seinen Schülern mehrere handwerkliche Projekte am Papsthaus in Pentling bei Regensburg durchführte. Der Heilige Vater sprach ihm dafür persönlich seinen Dank aus. Mit seiner offenen Art, seinem vorbehaltlosen Eintreten für seine Schüler und Mitmenschen, stets an das Gute im Menschen glaubend, habe er dabei den Charakter der Europa-Berufsschule „wie kein anderer Geistlicher davor“ geprägt, sagte Weilhammer.

Peter Zillich wurde 1957 in Kleinbetschkerek geboren und wuchs in Dolatz auf. Er besuchte die Kantorenschule in Karlsburg (Alba Iulia)  und begann ein Theologiestudium, das er nach seiner Flucht aus Rumänien in Regensburg fortsetzte. 1984 wurde er von Bischof Manfred Müller zum Priester geweiht. Nach einer Zeit als Pfarrer in Gerzen wurde er 1995 Religionslehrer in Weiden. Seit 1993 ist er bischöflicher Beauftragter für die Vertriebenen in der Diözese Regensburg. Als Präses des St. Gerhards-Werkes und stellvertretender Landesvorsitzender Bayern unserer Landsmannschaft ist er rastlos für seine Landsleute im Einsatz.

Die beiden von der Landsmannschaft herausgegebenen Tonträger mit Marienliedern von Peter Zillich, von ihm am Akkordeon begleitet, gingen um die ganze Welt und erfreuen sich größter Beliebtheit. Über diese Lieder schlug er Brücken zu den Donauschwaben in Übersee, die er in den USA, Kanada und Brasilien mehrmals besuchte. Er brachte ihnen damit die alte Heimat ins Haus.