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Banater Post

Brückenbauer und gute Botschafter

Georg Ledig, Dr. Sandra Pralong, Peter-Dietmar Leber, Dr. Dan Stoenescu, Bogdan Cenean, Vadim Guzun, Dr. Roxana Hodorogel und Anton Niculescu (von links) tauschten sich in der Bundesgeschäftsstelle unserer Landsmannschaft in München über Fragen von gegenseitigem Interesse aus. Foto: Walter Tonţa

Minister Dan Stoenescu zu Besuch in der Bundesgeschäftsstelle unserer Landsmannschaft. Der delegierte Minister für die Rumänen im Ausland, Dr. Dan Stoenescu, besuchte am 26. Februar mit einer Delegation die Bundesgeschäftsstelle der Landsmannschaft der Banater Schwaben in München. Mitglieder der Delegation waren Dr. Sandra Pralong, Staatsrätin, Präsidentschaftsberaterin für die Beziehungen zu den Auslandsrumänen, der Generalkonsul Rumäniens in München Anton Niculescu, die neue Konsulin Dr. Roxana Hodorogel sowie zwei Mitarbeiter des Außenministeriums. Seitens der Landsmannschaft nahmen Bundesvorsitzender Peter-Dietmar Leber, der stellvertretende Bundesvorsitzende Georg Ledig und der verantwortliche Redakteur der „Banater Post“, Walter Tonţa, am Gespräch teil.

Staatsrätin Sandra Pralong übermittelte eine persönliche Grußbotschaft des rumänischen Staatspräsidenten Klaus Johannis, dem es ein Anliegen sei, den Kontakt zu den Landsmannschaften aufrechtzuerhalten.

Minister Stoenescu referierte den Stand der deutsch-rumänischen Beziehungen auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene. Die Beziehungen zwischen Rumänien und der Bundesrepublik Deutschland seien für sein Land von strategischer Bedeutung. Deutschland sei Rumäniens wichtigster Wirtschaftspartner, so der Minister. Stoenescu würdigte die Rolle der Landsmannschaft bei der Förderung der gesellschaftlichen Eingliederung der Banater Schwaben in Deutschland sowie ihren Einsatz für die Bewahrung der Identität der Deutschen aus dem Banat. Zudem nehme die Landsmannschaft eine wichtige Brückenfunktion zwischen den beiden Ländern ein; die Banater Schwaben seien „gute Botschafter“ Rumäniens in Deutschland. Minister Stoenescu hob die vorbildliche Minderheitenpolitik seines Landes hervor und wies darauf hin, dass die rumänische Regierung die deutsche Minderheit in ihren Bemühungen unterstütze, ihre Sprache, Kultur und Tradition zu bewahren. Angesichts der engen rumänisch-deutschen Beziehungen sei die deutsche Minderheit ein „strategischer Partner“ des rumänischen Staates.

Die rumänische Seite zeigte sich am Aufbau von Netzwerken im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereich interessiert. Das Potential der rumänischen Diaspora – die landsmannschaftlichen Organisationen mit inbegriffen – müsse stärker zur Geltung kommen, betonte Stoenescu. Es gelte, neue Kooperationsmöglichkeiten auszuloten und die Zusammenarbeit zu verbessern. Davon profitierten beide Seiten gleichermaßen, so der Minister in seinem Statement.

Generalkonsul Niculescu hob die gute Zusammenarbeit mit der Landsmannschaft der Banater Schwaben hervor und erinnerte an die im vergangenen Jahr gemeinsam veranstalteten Temeswarer Kulturtage in München.

Peter-Dietmar Leber und Georg Ledig informierten über die Entwicklung unserer Landsmannschaft, den Aufbau des Verbandes sowie über die aktuellen Schwerpunkte landsmannschaftlicher Betätigung in Deutschland und im Banat. Die Pflege enger Beziehungen zur Herkunftsregion, zu den dort lebenden Landsleuten und, nach der Wende von 1989, auch zu den Kommunalbehörden sei eine Konstante der Vereinstätigkeit seit der Gründung der Landsmannschaft vor mehr als 65 Jahren, so der Bundesvorsitzende. Die landsmannschaftliche Seite wies auf die Bedeutung des Erhalts des kulturellen deutschen Erbes im Banat hin, um auch der Enkelgeneration einen Zugang zu unserer Geschichte vor Ort zu ermöglichen, und unterstrich das darauf ausgerichtete Engagement vieler Heimatortsgemeinschaften.

Verwiesen wurde des Weiteren auf die bestehenden Kontakte zur Lösung von Problembereichen (Deutsch-rumänische Regierungskommission für Angelegenheiten der deutschen Minderheit in Rumänien, Erfassung nicht erledigter Verfahren zur Restitution konfiszierten Vermögens von Mitgliedern unseres Verbandes und Übergabe an den Botschafter Rumäniens in Berlin), aber auch auf Möglichkeiten zum Ausbau der Zusammenarbeit (historische Termine bezüglich deutscher Ortsgründungen im Banat, Implementierung eines neuen touristischen Konzepts, Kooperation mit dem Demokratischen Forum der Deutschen im Banat und der katholischen Kirche, Jugendaustausch usw.).