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Banater Post

Tourneeprogramm nun auch zuhause gezeigt

Auf Wunsch vieler Landsleute führte die Tanzgruppe Singen das auf ihrer Amerika-Tournee 2013 dargebotene Programm nun auch zuhause vor. Zu Gast war die Tanzgruppe aus Reutlingen. Begleitet wurden die Tanzvorführungen von den Eisenbahner-Musikanten aus Freiburg.

Die Tanzdarbietung in eleganten, eigens für die Amerika-Tournee kreierten rot-schwarzen Kostümen versetzte das Publikum ins Staunen.

Die Jugendlichen zeigten einen Disco Fox und eine Salsa in Form eines Blocktanzes. Fotos: Lore Lay

Mittlerweile sind schon mehr als zwei Jahre vergangen, dass wir, die Tanzgruppe Singen, mit unserem Programm in Amerika unterwegs waren. Dennoch erinnern wir uns immer noch gerne an diese Zeit zurück. Bereits im Jahr 2013 konnten unsere Landsleute und Gäste auf der Weihnachtsfeier einen kleinen Einblick in unsere Erlebnisse mittels einer Diaschau gewinnen. Jedoch wurde immer wieder der Wunsch an uns herangetragen, das Programm auch mal hier vorzuführen. Nach reichlicher Überlegung haben wir dann beschlossen, zusammen mit den Freiburger Eisenbahner-Musikanten einen gemütlichen Nachmittag in Singen zu organisieren und dem Publikum unser Amerika-Programm vorzuführen.

Nachdem der Termin feststand, ging es mit den Planungen los. Wo soll das Fest stattfinden, wie soll es ablaufen, was gibt es zum Essen, wie machen wir Werbung dafür – auf all diese Fragen mussten Antworten gefunden werden. Obwohl wir rechtzeitig mit den Vorbereitungen angefangen hatten, verging die Zeit so schnell, dass kurzerhand die Autos auf dem Weg zu unseren Auftritten in „Büros“ umfunktioniert wurden. In den Autos wurden auf dem Laptop Einladungen geschrieben, Plakate entworfen und Menüpläne erstellt. Die Ergebnisse wurden dann gemeinsam besprochen. Schnell war klar, dass wir uns an den Veranstaltungen in Amerika orientieren wollten. Das hieß, dass es ein Nachmittagsprogramm mit Kaffee und Kuchen sowie einen Tanzabend geben sollte. Das Fest näherte sich in großen Schritten. Nebenbei mussten wir auch noch proben, denn wir waren nicht nur Organisatoren, sondern zusammen mit den Eisenbahner-Musikanten auch Hauptdarsteller des Festes.

Nachdem alle Einkäufe erledigt waren, trafen wir uns am Freitagabend zur Zubereitung der traditionellen Krautwickel. Nach dem Motto „Viele Hände – ein schnelles Ende“ verarbeiteten wir 30 Kilogramm Hackfleisch zu 450 Krautwickeln. Jeder nahm einen großen Topf mit nach Hause und brachte die Krautwickel noch am späten Abend zum Köcheln. Bepackt mit den Krauttöpfen, selbstgebackenem Kuchen und unseren Trachten trafen wir uns am Samstagmorgen in aller Frühe zum Vorbereiten des Saals. Alle packten wieder an und so konnte der Saal festlich hergerichtet, das Essen angerichtet und die selbstgebackenen Torten geschnitten werden. Gut vorbereitet konnten wir nun die ersten Gäste begrüßen.

Freudig beobachteten wir, wie sich der Saal schnell und bis auf den letzten Platz füllte. Nach der Begrüßung der Gäste und Ehrengäste durch den Kreisvorsitzenden Horst Redl führte Stefanie Timmler weiter durchs Programm. Als erstes hieß sie unsere Gastgruppe aus Reutlingen herzlich willkommen, mit der uns eine enge Freundschaft verbindet. Es war bereits der zweite Auftritt der von Manfred Klotzbier und Karsten Loch geleiteten Gruppe in diesem Jahr in Singen. Neben den Gästen zeigten auch wir unser Können und boten in Tracht, begleitet von den Eisenbahner-Musikanten unter der Leitung von Josef Zippel, zwei im Banat beliebte Polkas dar. Zum Abschluss des traditionellen Programms zeigten wir zusammen mit unserer Kindertanzgruppe noch zwei unserer fünf Gemeinschaftstänze. Die DBJT-Gemeinschaftstänze werden schon lange nicht mehr nur von unseren Gruppen in Deutschland getanzt, sondern mit großer Begeisterung auch von jenen im Banat und sogar aus Amerika.

Da wir eine Pause zum Umziehen benötigten, war unser Publikum eingeladen, die Tanzfläche unter den Klängen der Eisenbahner-Musikanten für uns warm zu halten. Ein Raunen ging durch den Saal, als wir die Bühne für unseren nächsten Auftritt betraten – die Frauen in weiten, roten Röcken und schwarzem Oberteil, die Männer in schwarzer Hose und schwarzem Hemd. Die Röcke wurden von der Designerin Ines Szuck entworfen und von unseren Müttern, Omas, Tanten und den Frauen selbst genäht. Darin sind jeweils rund 32 Meter Stoff verarbeitet. Es folgten nun ein  langsamer Walzer zu dem Lied „Weißer Holunder“, der „Kriminal-Tango“ und ein Medley zum Wiener Walzer. Die jeweiligen Tänze wurden gesanglich von Helga Salm und Josef Zippel begleitet.

Nach diesem Auftritt hieß es wieder schnell umziehen. Frei nach dem Motto „Je länger der Abend, desto kürzer die Röcke“ folgte unsere nächste Darbietung. Wir zeigten einen Disco Fox und eine Salsa in Form eines Blocktanzes. Die Moderatorin forderte die Gäste auf, die schwungvolle Musik zu genießen und im Takt mitzuklatschen. Nun hatten wir den letzen Block unseres Programms erreicht. Es folgte noch ein Medley von bayerischen Tänzen, wonach wir zusammen mit der Tanzgruppe Reutlingen einen aus Amerika mitgebrachten Gemeinschaftstanz der dortigen Gruppen vorführten. Mit dem Tanz „Bis bald, auf Wiedersehen“ beendeten wir unser Programm und ernteten begeisterten Applaus von unserem Publikum.

Danach wurden die Rollen getauscht. Unsere Gäste füllten die Tanzfläche und zeigten uns ihr Können, während wir für ihre gute Bewirtung sorgten. Nach dem Aufräumen und dem Abbau ging ein langer, aber wunderschöner Tag zu Ende. Dafür danken wir allen Mitwirkenden und Helfern, aber auch unseren Gästen von nah und fern.