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Banater Post

Wenn sich alles um eine „jungi Lieb“ dreht

Die zahlreichen Mitwirkenden und Helfer ließen den „Schwowische Owed“ in München zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Tanzvorführung der Banater Trachtengruppe München. Fotos: Harald Wagner

Am 30. Oktober veranstaltete die Banater Tanzgruppe München ihren 7. „Schwowische Owed“. Durch das Programm führte Harald Schlapansky, der zu Beginn die zahlreichen Gäste begrüßte. Dargestellt, sowohl tänzerisch als auch schauspielerisch, wurde dieses Jahr das Theaterstück „Jungi Lieb“ (verfasst von Sven Konschitzky und Günther Wagner). Beim Tanz „Zum Tanzen da geht ein Mädel“, vorgeführt von der Jugendgruppe unter Akkordeonbegleitung von Korbinian Dölger, kamen sich Sepp (Markus Lenhardt) und Gretl (Nadine Bachl), die die Hauptrollen an diesem Abend spielten, näher. Gretl forderte ihr Band wieder zurück, das Sepp nach dem gemeinsamen Tanzen behalten hatte. Ohne Kuss wollte dieser jedoch das Band nicht wieder hergeben. Unterstützt von seinen Freunden, wagte sich Sepp in Gretls Garten. Gemeinsam sangen sie ihr das Ständchen „Wie scheint der Mond so hell“. Gretls
Vater (Sven Konschitzky) zeigte sich von diesem Besuch in seinem Garten gar nicht begeistert und verscheuchte die ganze Bande. Die Gesangsformation „Sunnereen“ beschloss den ersten Akt mit dem Lied „Un zum Hans hat’s g’soht des Gretl“.

Das „Frühlingsfest“ eröffneten die Erwachsenen der Tanzgruppe München mit dem Tanz „Frühlingsblüten“. Die Jugendlichen präsentierten sodann den neu einstudierten „Bändertanz“, bei dem Sepp sein großes Interesse an Gretl zeigte. Der zweite Akt wurde mit einem Sketch fortgeführt. Günther Wagner und Jakob Lenhardt hatten eine „Meinungsverschiedenheit“, die das laute „Zuschloon der Kellertierl“ verursacht hatte. Die Gruppe „Sunnereen“ sang abschließend das Lied „Ich sin a Schwob“.

Auf ihre kulinarischen Kosten kamen die über 120 Besucher in der Pause. Verschiedene süße und deftige schwowische Spezialitäten wurden angeboten. Ein besonderer Dank gilt Josef Hügel, der eigens für diesen Abend „Brotworscht“ gemacht hatte, aber auch allen anderen, die ihren Beitrag zum reichhaltigen Buffet geleistet haben.

Nach der Pause folgte eine Tanzeinlage bestehend aus dem „Lissi Walzer“, getanzt von den Junggebliebenen, den „Veilchenblauen Augen“ sowie dem „Donauschwaben Walzer“, wobei die beiden letzten Tänze von der gesamten Tanzgruppe dargeboten wurden.

In der dritten Szene hat Gretls Großvater (Günther Wagner) Sepps Familie zum „Sunndachsmaje“ eingeladen. Beim Kartenspielen und Stricken wurde geratscht und alle, bis auf Gretls Vater, der die Situation mit gemischten Gefühlen beobachtete, warteten darauf, dass Sepp seinen ganzen Mut zusammennimmt und Gretl fragt, ob sie sein Kerweihmädl werden möchte. Nach langem Hin und Her traute er sich zu fragen, und Gretl antwortete, zur Erleichterung aller, mit einem verlegenen „Ja“. Anschließend sang die Formation „Sunnereen“ das Lied „Hem geh ich net“.

Nach Gretls Zusage kamen alle Kerweihpaare zum „Hut rumspiele“ zusammen. Die Kehrweihbuwe gaben ihren Mädchen den ungeputzten Hut zum Schmücken und tanzten anschließend gemeinsam die Polka „Mein Banater Land“. Zum Abschluss forderte die Tanzgruppe München alle ehemaligen Mitglieder, darunter auch die Gründungsmitglieder der Tanzgruppe und den Choreographen des Tanzes „Kathiländler“, zum gemeinsamen Abschlusstanz auf. Natürlich durfte auch unser schon bekanntes Schlusslied „Wahre Freundschaft“ nicht fehlen, bei dem jeder im Saal kräftig mitgesungen hat. Die Zuschauer honorierten die tänzerische und schauspielerische Leistung der Tanzgruppe München mit langanhaltendem Applaus.

Die Tanzgruppe München erhofft sich, dass auch beim 8. „Schwowische Owed“ im nächsten Jahr wieder zahlreiche Gäste anwesend sein werden.