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Banater Post

»Heimat ist die Basis unserer Identität«

Innenminister Heribert Rech

„Der Tag der Heimat hat einen festen Platz im Kalender der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge. Wir bringen damit im September traditionell zum Ausdruck, welch hohen Wert die Heimat für die Menschen hat.“ Das sagte der Landesbeauftragte für Vertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler, Innenminister Heribert Rech, am Sonntag, dem 12. September, beim Tag der Heimat des Kreisverbands Ludwigsburg des Bundes der Vertriebenen in Besigheim.

Gedenktage würden immer auch etwas über die Werteordnung einer Gesellschaft aussagen. Mit dem Tag der Heimat würden die Menschen zeigen, dass das Schicksal des Heimatverlustes der Heimatvertriebenen nicht vergessen werde und dass das Bekenntnis der deutschen Heimatvertriebenen zu ihrer Heimat heute so aktuell sei wie eh und je. „Heimat ist Basis unserer Identität. Gerade in unserer schnelllebigen, in unserer globalisierten Welt, brauchen wir Werte und Gefühle, wie Heimat sie in uns zu erzeugen vermag“, so Rech. Wie schmerzhaft der Verlust der Heimat sei, wüssten die deutschen Heimatvertriebenen nur allzu gut. Deutschland wisse um die Verantwortung, die aus den Verbrechen der Nationalsozialisten folge. Daran müsse erinnert werden. Zu dieser Verantwortung gehöre auch die Erinnerung an das Leid der Vertriebenen und an das Unrecht der Vertreibung.

Auch 65 Jahre nach den schicksalhaften Ereignissen von Flucht und Vertreibung gelte es, die Erinnerung daran wachzuhalten. „Mit diesem Teil von uns müssen wir uns auseinandersetzen. Das ist eine Verpflichtung gegenüber unserer Jugend und den kommenden Generationen. Es ist aber auch ein Gebot der Anteilnahme gegenüber unseren heimatvertriebenen Landsleuten“, betonte der Innenminister. Vor wenigen Wochen sei mit einem großen Festakt im Neuen Schloss in Stuttgart der Unterzeichung der Charta der deutschen Heimatvertriebenen sechs Jahrzehnte zuvor gedacht worden, einem einzigartigen Dokument der Versöhnung.