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Banater Post

Vom Jugendflohmarkt direkt zum Gautrachtentreffen

Die Tanzgruppe Singen erntete für ihren Auftritt beim Gautreffen der Trachtenvereine aus dem Bodenseeraum viel Applaus. Foto: KV

Der vom Stadtjugendring Singen veranstaltete 32. Jugendkulturtag und Jugendflohmarkt war am Samstag, dem 9. Mai, Anziehungspunkt für viele Familien. Die gesamte Fußgängerzone sowie die angrenzenden Seitenstraßen luden mit kulturellen Angeboten und Verkaufsständen zum Bummeln, Stöbern und Verweilen ein. Jugendverbände und Jugendgruppen sowie Schulklassen hatten die Möglichkeit, sich an dem Flohmarkt zu beteiligen, sich und ihre Arbeit zu präsentieren und an ihren Ständen kulinarische Spezialitäten anzubieten. Es ist die größte Jugendveranstaltung dieser Art in der ganzen Region.

Wie jedes Jahr machten wir uns bereits vor Sonnenaufgang um 5 Uhr morgens mit 18 selbstgebackenen Kuchen und 25 Kilogramm Mici auf den Weg in die Stadt, um unseren Stand aufzubauen und die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Wir wollten unsere Gäste aber nicht nur kulinarisch verwöhnen, sondern auch über unser reges Vereinsleben informieren, um uns in der Öffentlichkeit besser bekannt zu machen. Zu diesem Zweck, aber auch um potentielle Tänzerinnen und Tänzer anzuwerben, verteilten unsere Jüngsten einen eigens von Stefanie Timmler erstellten Flyer. Ab 10 Uhr füllte sich die Innenstadt, knapp eine Stunde später hatten wir schon die Hälfte unserer Kuchen verkauft. Als wir dann den Grill anschmissen, dauerte es nicht mehr lange, bis wir mit dem köstlichen Duft unserer Mici die ersten Hungrigen anlockten. Die Zeit verging wie im Flug, und bald hatten wir all unsere süßen und gegrillten Spezialitäten an den Mann gebracht. Zufrieden über den Verlauf der Verkaufsaktion, begannen wir um 15 Uhr mit dem Abbau unseres Standes. Es ging ganz flott voran, zumal uns das Prozedere schon aus den vergangenen Jahren bekannt war.

Doch der weitere Tag verlief diesmal nicht wie üblich. Nach den schönen, aber doch anstrengenden Stunden auf dem Jugendflohmarkt, ging es nämlich für unsere Tanzgruppe noch zu einer weiteren Veranstaltung, dem Gautreffen der Trachtenvereinigung Bodensee in Rielasingen-Worblingen. Der hiesige Schwarzwaldverein, zu dem wir ein freundschaftliches Verhältnis pflegen, feierte ein doppeltes Jubiläum. Zum einen beging der Verein selbst seinen 40. Geburtstag und zum anderen wurde die Trachtengruppe des Vereins 30 Jahre alt. Das war Anlass, das Gautreffen in der südlich von Singen, unmittelbar an der Schweizer Grenze gelegenen Gemeinde Rielasingen-Worblingen durchzuführen.
Trachtengruppen aus dem ganzen Bodenseeraum bis hin ins Bayerische waren hierhergekommen, um gemeinsam zu feiern. Und mit von der Partie war auch unser Verein.

Nach einem stimmungsvollen Gottesdienst folgte in Begleitung des Musikvereins Rielasingen-Arlen ein Umzug durchs Dorf bis in die Talwiesenhallen, wo sich die teilnehmenden Gruppen in einem über dreistündigen Programm mit ihrem Brauchtum präsentierten. Durch das Programm führte die Vorsitzende des Schwarzwaldvereins, Cornelia Tolksdorf. Sie wusste manch Wissenswertes über die einzelnen Trachten zu berichten. Wir waren an diesem Abend für die Bewirtung zuständig, das hieß Bier zapfen, Getränke verkaufen, Gläser spülen. Aber damit nicht genug. Wir durften auch unser tänzerisches Können auf der Bühne unter Beweis stellen. In Rekordzeit haben wir die Bedienungsschürze abgelegt, sind in unsere Kirchweihtracht geschlüpft und auf die Bühne marschiert. Für unseren Auftritt ernteten wir viel Applaus und sogar eine Zugabe.

Von der Moderatorin wurden wir mit folgenden Worten gelobt: „Die Tanzgruppe der Banater Schwaben Singen hat heute ein Mammutprogramm absolviert. Heute Morgen standen sie bereits um 5 Uhr in Singen auf dem Jugendflohmarkt, haben Kuchen verkauft und gegrillt, im Anschluss haben sie dafür gesorgt, dass wir hier mit ausreichend Getränken versorgt wurden und nun legten sie noch diesen Auftritt hin.“ Nach einem Extra-Applaus verließen wir die Bühne. Es war zwar ein anstrengender, aber auch ein gelungener Tag, an dem wir viele neue Kontakte knüpfen und unsere Tradition gut präsentieren konnten.