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Banater Post

Kulturtagung in Sindelfingen über das kulturelle Zentrum Temeswar

Die 47. Kulturtagung des Landesverbandes Baden-Württemberg findet am 19. und 20. November traditionsgemäß im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen statt. Sie schließt thematisch an die Tagung des vergangenen Jahres an, die sich mit Temeswar als dem kulturellen Zentrum der Deutschen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts befasst hat. Den Schwerpunkt bildet diesmal das kulturelle Leben der deutschen Stadtbevölkerung in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg unter völlig veränderten gesellschaftspolitischen Voraussetzungen. Vor allem die Rolle und die Leistung der wichtigsten kulturellen und Bildungseinrichtungen sowie die Entwicklung in einzelnen Bereichen des kulturellen und künstlerischen Lebens sind Gegenstand der Vorträge.

Im Einführungsvortrag spricht Manfred Engelmann über Aspekte der Gesamtentwicklung Temeswars in der zweiten Jahrhunderthälfte und über die von hier ausgegangene Revolte im Dezember 1989, die zum Sturz des Ceausescu-Regimes führte. Das Thema Schule und Lehrerausbildung nimmt im Tagungsprogramm größeren Raum ein. Über „Die Bedeutung der Lenauschule im Spiegel des Absolventenjahrgangs 1957“ referieren Irmgard Feketics und Dr. Cornell Frank. Radegunde Täuber und Katharina Schmidt stellen die Deutsche Pädagogische Lehranstalt Temeswar in einen weitgefassten Zusammenhang vor: „Sprachlich-kultureller Fortbestand der Rumäniendeutschen dank ihrer Schulen“. Über die „Wirkung der Temeswarer Germanistik auf das geistig-kulturelle Leben der Deutschen in Rumänien“ spricht Dr. Walter Engel. Die Bereiche Literatur und Bildende Kunst sind Themen weiterer Tagungsbeiträge. Franz Heinz bietet Einblick in das Schaffen der Künstler Franz Ferch und Walter Andreas Kirchner als „Markierungen in der Temeswarer Kunstszene vor der Wende“. Der Temeswarer deutschen Literaturszene widmet sich Johann Lippet in seinem Vortrag über die „Aktionsgruppe Banat“ und den Literaturkreis Adam Müller-Guttenbrunn unter dem Titel „Wir werden wie im Märchen sterben ...“.

Mit der Neuen Banater Zeitung und dem Deutschen Staatstheater Temeswar werden zwei tragende Institutionen des kulturellen Lebens der Deutschen Temeswars und des Banats nach dem Zweiten Weltkrieg vorgestellt. Luzian Geier berichtet über „Aspekte der Bericht-erstattung und kultureller Auftrag“ der NBZ, während sich Prof. Dr. Eleonora Ringler-Pascu mit dem „Stellenwert des Deutschen Staatstheaters im Temeswarer und Banater Kulturlebens“ auseinandersetzt. Abgerundet wird das Tagungsprogramm mit einer Bildpräsentation „Temeswar heute“ von Georg Schmidt sowie dem traditionellen, von Dr. Franz Metz gestalteten Abendkonzert.

Die Gesamtleitung der Tagung liegt in Händen von Josef Prunkl, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Baden-Württemberg der Landsmannschaft der Banater Schwaben. Für die inhaltliche Gestaltung und Moderation zeichnet Dr. Walter Engel verantwortlich. Alle Interessenten sind herzlich zur Tagung eingeladen. Der Tagungsbeitrag beträgt 30 Euro. Der Veranstalter übernimmt die Verpflegung der Teilnehmer, die sich verbindlich angemeldet haben. Die Fahrtkosten können nicht erstattet werden. Für die Übernachtung im Eurohotel (Waldenbucher Str. 84, 71065 Sindelfingen) ist ein Eigenbeitrag zu entrichten: für Einzelzimmer 25 Euro und für Doppelzimmer 15 Euro pro Person. Anmeldungen sind zu richten an die Landsmannschaft der Banater Schwaben, Schlossstraße 92, 70176 Stuttgart, Telefon und Fax 0711 / 625127; e-mail LMBanaterschwaben-BW@t-online.de. Aus finanziellen Gründen ist die Teilnehmerzahl begrenzt.