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Banater Post

Kindheit und Jugend bei den Donauschwaben

Kinder aus der Banater Gemeinde Jahrmarkt, 1928: Zwei Geschwisterpaare sitzen in der Hauptgasse auf dem Bordstein: Maria und Magdalena Reis mit Anton und Elisabeth Krämer. Sie sind zwischen sechs und elf Jahre alt. Vermutlich haben sie eben noch miteinander gespielt und halten nun angestrengt still, um fotografiert zu werden. Foto: DZM Ulm

Wie wuchsen donauschwäbische Kinder früher auf? Davon hat die heutige Generation kaum eine Vorstellung – allzu sehr hat sich die Welt seitdem verändert. Dabei gibt es in der Geschichte der Donauschwaben unendlich viel Spannendes zu entdecken, wie Einfasstuch und Fetzepoppe, Godl und Kumradschaft, Ovoda und Reih, Gänsehüten und Handarbeitsunterricht, Marienmädchen, Tauschkinder und 15-jährige Bräute.

Für Heranwachsende bedeuteten ihr Wohnort und dessen Einwohner Sicherheit und Vertrautheit, aber auch strenge Kontrolle darüber, dass sie nicht über die Stränge schlugen. Frömmigkeit und Arbeitsfleiß, Gehorsam und Bescheidenheit gehörten zu den Tugenden, die von klein auf erwartet wurden. Das war nicht immer einfach.

Ist dieses Alltagsleben heute schon in weite Ferne gerückt, so sind es erst recht die Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Donauschwäbische Kinder erlitten während des Krieges und danach vielfach Gewalt und Tod, sie verloren Familienangehörige, Freunde und ihr Zuhause. Viele mussten allzu früh erwachsen werden.

Das Donauschwäbische Zentralmuseum widmet Kindheit und Jugend bei den Donauschwaben eine Ausstellung mit dem Titel „Gyula das Tauschkind“, die am 6. November 2014 eröffnet wird. In den nächsten Monaten werden dafür die Erinnerungen von Zeitzeugen erfasst sowie alte Fotografien und Gegenstände zusammengetragen. Das Museum bittet dafür um Ihre Unterstützung: Wenn Sie zur Ausstellung beitragen möchten, melden Sie sich bitte bei: Henrike Hampe, Donauschwäbisches Zentralmuseum, Schillerstr. 1, 89077 Ulm, E-Mail henrike.hampe@dzm-museum.de. Wir werden in den kommenden Monaten weiter darüber berichten.