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Banater Post

Kulturhistorische Konzeption für Maria Radna

Wallfahrtstag in Maria Radna (Foto: Herbert Habenicht)

Neue EU-Gelder für Renovierungsarbeiten bewilligt

Das ehrgeizige Renovierungsprojekt Maria Radna steht derzeit unter einem guten Stern: Zehn Millionen Euro EU-Gelder wurden kürzlich bewilligt. Damit können die Renovierungsarbeiten in eine neue Phase treten.

Der von der Diözese Temeswar mit der Renovierung beauftragte Architekt Herbert Habenicht hatte bei der Bestandsaufnahme erkannt, dass die Größenordnung des Projekts die ursprünglich veranschlagten Mittel weit übersteigen würde. Die Bedeutung des Wallfahrtsortes im europäischen Kontext rechtfertigte jedoch den Antrag auf Förderung durch die EU. Das Konzept des Architekten, das eine kulturtouristische Nutzung vorsieht, hatte Erfolg. Das Fördergeld wurde nun bewilligt, so dass im kommenden Jahr mit den umfangreichen Renovierungsarbeiten begonnen werden kann. Kirche und Kloster sollen dabei entsprechend ihrer kulturhistorischen Bedeutung im Zentrum stehen. Die Kirche wird nach wie vor von Wallfahrern aufgesucht, und dies soll auch in Zukunft ihre Bestimmung sein. Das Kloster als solches wurde längst aufgegeben, deshalb soll in den sorgfältig restaurierten Räumen künftig die Historie der Maria-Radna-Wallfahrten museal aufbereitet werden, unter anderem mit einer Ausstellung der erhaltenen Votivgaben. Für die zu erwartenden Besucherströme sieht das Gesamtkonzept in dem Komplex die Schaffung einer touristischen Infrastruktur vor, von der die gesamte Region profitieren kann.

An der Umsetzung des Projekts ist außer der Diözese auch die Temeswarer Hochschule für Architektur beteiligt. Studenten erhalten dabei die Gelegenheit, sich mit Denkmalpflege und Altbausanierung zu befassen und werden auf diese Weise an die zukunftsweisende kulturtouristische Konzeption im europäischen Kontext herangeführt. Über die Fortschritte der Renovierungsarbeiten wird Herbert Habenicht die Leser der Banater Post selbstverständlich informieren.