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Banater Post

Barockmusik auf höchstem interpretatorischem Niveau

Die Nordheimer Bartholomäus-Kirche mit ihrer guten Akustik lieferte das entsprechende Ambiente für das Trompeten- und Orgelkonzert. Foto: Helmuth Paul

Armin Hann, Dominik Axtmann und Franz Tröster gaben am 8. Februar in der evangelischen Bartholomäus-Kirche in Nordheim ein festliches Konzert für zwei Trompeten und Orgel. Foto: Helmuth Paul

Es war keine Veranstaltung unseres Heilbronner Kreisverbandes, zu der über unsere Homepage eingeladen wurde. Aber wenn ein Ausnahmemusiker wie Franz Tröster in unserem Landkreis spielt, dann kommen die Landsleute stets gerne zu seinen Aufführungen. Somit war die Einladung zu dem Konzert berechtigt.

Doch wo beginnen mit dem Lob? Welch ein begabter Musiker der 1962 in Bentschek geborene Franz Tröster  ist, wissen viele Banater Schwaben, denn er hat bereits in vielen Bands und Kapellen mitgespielt und ist auch mit diversen Musikgruppen in unserem Kreisverband aufgetreten. Seine vielen Auftritte als Erster Flügelhornist mit den Egerländer Musikanten – unter anderem auch in der Heilbronner Harmonie – zählten für viele unter uns zu den Glanzstunden volkstümlicher Musik. Er bietet technische Perfektion und von ihm ist man Superlative gewohnt.

Auch sein Musikkollege Armin Hann, 1963 in Siebenbürgen geboren und in Nordheim wohnhaft, ist vielen Banater Schwaben von der Gruppe „Karpaten-Echo“ bekannt, mit der er zum Tanz auch in unserem Kreisverband aufgespielt hat. Er war es auch, der das Konzert in Nordheim auf die Beine gestellt hat. Was Armin Hann und Franz Tröster verbindet, ist ihre Leidenschaft zur Musik, ihre Professionalität und der leidenschaftliche Umgang mit ihren Instrumenten. Beide haben bereits im Alter von zehn Jahren mit dem Trompetenspiel angefangen.

Am 8. Februar lernten wir eine neue Seite der beiden Musiker kennen. Zusammen mit Dominik Axtmann an der Orgel gaben sie in der Bartholomäus-Kirche in Nordheim ein „Festliches Konzert für zwei Trompeten und Orgel“. Geboten wurden Stücke von namhaften Komponisten wie Francesco Manfredini, Johann Sebastian Bach oder Antonio Vivaldi. Es war über eine Stunde Barockmusik auf höchstem Niveau. Die Nordheimer Kirche lieferte das entsprechende Ambiente, und dank der guten Akustik war es ein Hochgenuss für alle Teilnehmer.

Die Begrüßung in der fast vollen Kirche erfolgte durch Pfarrer Stephan-Martin Liebau, der auch einen geistigen Impuls für das Konzert und den Abend gab. In den Pausen stellte er die Musiker dem Publikum vor. Und so konnte man beispielsweise erfahren, dass Franz Tröster und Armin Hann sich bei Musical-Proben im Stage Apollo Theater in Stuttgart kennenlernten. Oder dass die eindrucksvollsten Erlebnisse im Leben von Franz Tröster wohl sein Auftritt bei einem Konzert in der Carnegie Hall in New York sowie das Konzert für Trompete und Orgel beim Musik-Festival in Castellanza/Mailand in Italien waren.

Die anschließenden Publikumskommentare über das Programm waren durchweg positiv. Das Trompetenspiel hat bestens mit dem Orgelspiel harmoniert. Lob und anerkennende Worte gab es nach dem Konzert auch von mehreren ehemaligen Musikkollegen, die extra wegen Franz Tröster nach Nordheim gekommen waren. So auch von Werner Werosta, einem gebürtigen Bakowaer, der Trompetenlehrer an der Musikschule in Obersulm ist, als Dirigent den Musikverein Eschenau leitet und von dem Abend mit dem hochkarätigem Trio fasziniert war.

Franz Tröster ist ein Perfektionist, der nichts dem Zufall überlässt. Und er weiß, was er da tut: ein klein bisschen Musikgeschichte schreiben. Mit seinen Freunden Armin Hann und Dominik Axtmann ist es ihm spielend gelungen, einen zauberhaften Abend für die Zuhörer zu kreieren. Die Besucher honorierten dies mit lang anhaltendem Beifall.