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Temeswarer Dom wird mit EU-Mitteln saniert

Pressekonferenz im Hohen Dom zu Temeswar: Bischof Martin Roos und der ADR-Vest-Leiter Sorin Maxim haben den Finanzierungsvertrag unterzeichnet. Foto: Zoltán Pázmány

Es gab kaum einen geeigneteren Ort, um die Pressekonferenz zu veranstalten, die die Sanierung der Domkirche mit EU-Geldern ankündigen sollte: In der römisch-katholischen Kathedrale, einem der Symbole der Stadt Temeswar, trafen sich am 10. Mai die Vertreter der römisch-katholischen Diözese und der Regionalen Entwicklungsagentur für West-Rumänien (ADR Vest) mit Journalisten, um den Finanzierungsvertrag in einem offiziellen Rahmen zu unterzeichnen und das Vorhaben offiziell bekannt zu geben. Zu dem großangelegten Projekt gaben Bischof Martin Roos, Kanzleidirektor Nikola Lauš und der Generaldirektor der ADR Vest, Sorin Maxim, Stellungnahmen ab und standen den Journalisten Rede und Antwort.

Bereits am 4. Mai hatte die zuständige rumänische Ministerin für Regionalentwicklung, Öffentliche Verwaltung und EU-Fonds, Sevil Shhaideh, den Vertrag zur Finanzierung von Innen- und Außenarbeiten zur Sanierung der Temeswarer Domkirche und ihres unmittelbaren Umfelds in Bukarest unterzeichnet.
Das Projekt wird über das Regionale Operationsprogramm (POR) 2014-2020, Prioritätsachse 5 – Verbesserung des städtischen Umfelds und nachhaltige Konservierung, Wahrung und Entwicklung des Kulturerbes – finanziert. Der Gesamtwert des Projekts beläuft sich auf rund 21,77 Millionen Lei (fast 5 Millionen Euro), wobei 21,32 Millionen Lei nicht rückzahlpflichtige EU-Mittel darstellen. Nach der Fertigstellung des technischen Bauplans erfolgt umgehend die Ausschreibung des Sanierungsprojekts. Die Arbeiten sollen insgesamt 39 Monate dauern. Zu den Arbeiten, die vorgenommen werden müssen, gehören, unter anderem die Innen- und Außensanierung des Doms, die Erneuerung des Verputzes, der Einbau einer neuen Heizung, die Reparatur bzw. Restaurierung der Holztreppen, der Altäre und Sockel, die Erneuerung der  elektrischen Leitung, die Renovierung der Krypta, aber auch die Sanierung des unmittelbaren Dom-Umfelds, der Alleen und des Innenhofs.

Darüber hinaus soll der sanierte Dom in den nationalen und internationalen Tourismuskreislauf integriert werden, indem eine professionelle Internetseite auf die Beine gestellt wird und im Rahmen der Stadtführungen auch Domführungen angeboten werden. Die Zahl der Besucher soll um 10000 auf jährlich 30000 steigen.