zur Druckansicht

private Anzeige schalten

Media-Center

Banater Post

Löschfahrzeug aus Röslau nun in Sanktanna

Die Feuerwehrabordnungen aus Röslau und Sanktanna bei der feierlichen Übergabe des Tanklöschfahrzeugs in Neumarkt mit dem Bürgermeister der Stadt Sanktanna, Daniel Sorin Tomuţa, den Neumarkter Stadträten Rainer Hortolani und Arnold Graf sowie dem Vorsitzenden des Vereins „Valores“, Johann Kerner. Foto: Valores

Verein „Valores“: Feierliche Übergabe in Neumarkt (Oberpfalz).  Am 9. März fand auf dem Vorplatz der Heilig-Kreuz-Kirche in Neumarkt i.d. OPf. die feierliche Übergabe eines Tanklöschfahrzeuges (TLF 16/25) an die Stadt Sanktanna statt. Daran nahmen zahlreiche Ehrengäste und Fahnenabordnungen mehrerer Feuerwehren teil.

Die Gemeinde Röslau (Landkreis Wunsiedel) bzw. die Freiwillige Feuerwehr Röslau hatte das einsatzfähige Tanklöschfahrzeug (Baujahr 1980) mit 2500 Liter Löschtank zur Verfügung gestellt, der Verein „Valores. Hilfe – Jugend – Kultur“ unter seinem Vorsitzenden Johann Kerner konnte es nach einer Ausschreibung mit Unterstützung des Lions Hilfswerks Neumarkt und der Heimatortsgemeinschaft Sanktanna für den Einsatz in Sanktanna erwerben.

Bereits am 5. März war eine Abordnung des Vereins „Valores“ zusammen mit dem Ersten Vorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Pölling, Johann Meier, nach Röslau gereist, um das Fahrzeug zu übernehmen und es nach Neumarkt zu überführen, wo es von den dortigen Feuerwehrleuten zur Übergabe vorbereitet wurde. Die Delegation aus Sanktanna, bestehend aus Bürgermeister Daniel Sorin Tomuţa, dem Kommandanten der Feuerwehr Ioan Mişcoiu und zwei Feuerwehrleuten, reiste am 8. März an. Bei einem Gesellschaftsabend im Schützenstüberl der Wolfsteinschützen wurden die Schenkungsurkunden und Übergabeverträge durch den Verein „Valores“ und die Stadt Sanktanna unterzeichnet.

Am Sonntag, dem 9. März, war es dann soweit. Nach einem feierlichen Gottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche, zelebriert von Pater Krysztof Labak und Pfarrer Peter Zillich, fanden sich zahlreiche Banater Landsleute sowie Ehrengäste und Fahnenabordnungen auf dem Vorplatz der Kirche ein, um der feierlichen Übergabe des Löschfahrzeugs beizuwohnen. Zu den Ehrengästen zählten der stellvertretende Landrat und Stadtrat Rudolf Bayerl, die Stadträte Arnold Graf und Rainer Hortolani, der amtierende Präsident des Lions Hilfswerks Neumarkt, Gerd Ortner, der Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft Sanktanna, Josef Lutz, der Bürgermeister der Gemeinde Röslau, Torsten Gebhardt, eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Röslau sowie Fahnenabordnungen der Feuerwehren aus Pölling und Labersricht. Für die Überführung des Fahrzeugs nach Rumänien erteilte Pfarrer Peter Zillich den Reisesegen. Die Werkvolkkapelle Neumarkt unter ihrem Dirigenten Martin Miess sorgte für die musikalische Umrahmung der Feier.

Für die geladenen Gäste fand anschließend ein gemeinsames Mittagessen mit Kaffee und Kuchen im angrenzenden Pfarrsaal der Heilig-Kreuz-Kirche statt. Die Einweisung der Sanktannaer Feuerwehrleute durch den Ersten Kommandanten aus Röslau, Horst Wildenauer, erfolgte danach praxisnah und fachgerecht direkt auf dem Kirchenvorplatz, wobei Pauline Huschitt als Dolmetscherin fungierte.

Zum Ausklang des Tages hatten die Gäste aus Sanktanna, Nürnberg und Röslau die Gelegenheit, die Stadt Neumarkt während einer Rundfahrt unter der sachkundigen Führung von Stadtrat und Kulturreferent Arnold Graf näher kennen zu lernen. Unter anderem standen die Burgruine Wolfstein, das ehemalige Kriegsgefangenenlager (jetzt Friedensplatz) mit Kriegsgräberstätte in der Wolfsteinsiedlung, die Innenstadt sowie die Wallfahrtskirche am Mariahilf-Berg auf dem Besichtigungsprogramm.

Das wichtigste an diesem Tag war allerdings das Zusammentreffen von Gleichgesinnten, die sich für ihr gesellschaftliches Umfeld und zum Nutzen ihrer Mitmenschen einsetzen – jeder auf seine Weise und jeder mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen. Alle wünschten sich zum Schluss, dass das Tanklöschfahrzeug möglichst wenig zum Einsatz kommen solle, aber wenn es nötig sei, seinen Dienst noch viele Jahre erfüllen möge, getreu dem Motto „Dem Feuer zur Wehr – dem Nächsten zur Ehr“ Jetzt eben in einer anderen Stadt in Europa. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Projekt des Vereins „Valores“ Nachahmer findet.