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Banater Post

Donauschwäbisches Martyrologium

Endlich! Das Schicksal der Donauschwaben ist für die Mit- und Nachwelt greifbar. Ein Mahnmal und Ehrenzeichen in Buchform. Für alle, die es wissen wollen, eine unersetzliche Quelle. Die Stätten der Verfolgung erhalten ein Gesicht, die Märtyrer einen Namen, die Opfer ein Medium des Gedenkens. Ein Vermächtnis.

Vor kurzem ist das vom St. Gerhardswerk Stuttgart herausgegebene, 770 Seiten starke Werk „Donauschwäbisches Martyrologium. Die Opfer von Gewalt und Verfolgung bei den Donauschwaben in Jugoslawien, Rumänien und Ungarn im 20. Jahrhundert. Märtyrer und Bekenner unter Geistlichen, Ordensleuten und Laien“ im Aachener Patrimonium-Verlag erschienen. Die Redaktion  des nach einer Idee und aufgrund von Vorarbeiten von Georg Wildmann realisierten Bandes verantwortete Stefan P. Teppert.

Der emeritierte Erzbischof Dr. Robert Zollitsch hält in seinem Geleitwort zu diesem Martyrologium fest: „Kaum eine deutsche Volksgruppe hatte unter dem Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen so sehr zu leiden wie die Donauschwaben.“ Es ist die Aufgabe der Lebenden, das Gedenken und die Erinnerung wach zu halten. Gedenken heißt immer auch Solidarität mit den Opfern.

Der vorliegende Band ist ein Verzeichnis derjenigen Deutschen aus Jugoslawien, Rumänien und Ungarn, die für ihren Glauben an Christus ihr Leben hingegeben oder gelitten haben. Darüber hinaus werden die politischen Verhältnisse in den drei Heimatstaaten der Donauschwaben analysiert und die unterschiedlichen Repressionen gegen sie dargestellt. Schließlich wird der Prozess der Wahrheitsfindung und Annäherung aufgerollt, besonders mit dem ehemaligen Jugoslawien, wo die Volksdeutschen einem grausamen Genozid anheim fielen.

Das rumänische Banat ist mit rund einhundert Seiten in dem Band vertreten. Die Darstellung von Dr. Maria Werthan zu den Entwicklungen der frühen Nachkriegszeit in Rumänien und deren Auswirkungen auf die Banater Schwaben ist dem 2015 erschienenen und dem Leidensweg der Donauschwaben ab 1944 gewidmeten vierten Band der „Donauschwäbischen Geschichte“ entnommen. Die Kurzbiografien der knapp sechzig hier in alphabetischer Reihenfolge vorgestellten Märtyrer und Bekenner aus dem rumänischen Banat wurden von Hans Vastag erarbeitet. Etwas längere Beiträge sind Prälat Josef Nischbach, Bischof Augustin Pacha, Pater Paulus Weinschrott und Priorin Hildegardis Wulff gewidmet.
Dem Band sind zahlreiche Illustrationen und Gedichte donauschwäbischer Autoren beigegeben.

Dieses Buch möchte ein Gedächtnismal sein für alle Donauschwaben, die im 20. Jahrhundert verfolgt wurden, sei es durch Nationalsozialisten oder Kommunisten. Ohne andere Opfer ausgrenzen oder relativieren zu wollen, soll es auf dem Boden der historischen Wahrheit zur Aussöhnung mit den einstigen Nachbarvölkern beitragen.

Der Band kann zum Preis von 25 Euro bei Stefan P. Teppert unter Tel. 07579 / 921339 oder per E-Mail an stefan.teppert@gmx.de bestellt werden (Versandkosten: 7 Euro innerhalb Deutschlands, 11 Euro in die EU, 18 Euro nach Übersee).