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Heimattag der Banater Schwaben 2026: „Heimat im Herzen – Zukunft prägen“

Der traditionelle Heimattag der Banater Schwaben an Pfingsten in der Patenstadt Ulm steht diesmal unter dem Motto: „Heimat im Herzen – Zukunft prägen.“
Somit haben wir wieder Gelegenheit, ein großes Treffen in der Donauhalle und der Messehalle zu veranstalten, gewohnte und neue Programmpunkte in das Ulmer Heimattreffen aller Heimatortsgemeinschaften aufzunehmen.
Am Pfingstsamstag, dem 23. Mai 2026 öffnet das Donauschwäbische Zentralmuseum seine Pforten für die Besucher des Heimattages. Ab 10 Uhr bietet das DZM kostenlose Führungen sowohl in der Dauerausstellung als auch in der Donau-Ausstellung an.
Trachten und Volkstänze
Am Samstagnachmittag, dem 23. Mai, werden gegenüber vom Rathaus in Ulm wieder Trachtengruppen der DBJT und der Jugendgruppen des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat, in diesem Jahr die Gruppe aus Neuarad, auftreten. Es spielt das Original Banater Echo unter der Leitung von Manuel Ries. Der Oberbürgermeister der Stadt Ulm, Martin Ansbacher, wird Vertreter der Landsmannschaft, der Verbandsgliederungen und der Jugendgruppen im Rathaus empfangen. Der Festzug begibt sich anschließend zum Auswandererdenkmal am Donauschwabenufer, an dem nach einem Gedenken an unsere Vorfahren ein Kranz niedergelegt wird.
Um 19 Uhr laden die „Lustigen Schwaben“ aus dem Kreisverband Heidelberg zu einem „Schwowische Owed“ ins Donauschwäbische Museum ein. Im „Edwin Scharff-Haus“ in Neu-Ulm findet ein europäischer Jugendbegegnungsabend statt.
Großes Treffen in der Donauhalle
Wie gewohnt treffen wir uns am Pfingstsonntag in der Donauhalle. Nach einem musikalischen Auftakt vor der Halle, bestritten von der Original Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen unter der Leitung von Johann Frühwald wird im Foyer eine Ausstellung zu 75 Jahren seit der Deportation in den Bărăgan, erstellt von Dr. Swantje Volkmann und Walter Tonța, eröffnet. Dazu hält Tiberiu-Silviu Sarafolean vom Verband der ehemaligen Bărăgan-Deportierten einen Vortrag.
Um 10 Uhr wird in der Donauhalle die Pfingstmesse gefeiert. Hauptzelebrant ist unser Heimatpfarrer Paul Kollar, konzelebrieren werden weitere Banater Priesterkollegen. Musikalisch begleitet wird das Hochamt von der Original Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen. Die Fahnenabordnungen der Landsmannschaft und Trachtenpaare werden feierlich einziehen.
Anschließend folgen die Grußworte und Ansprachen der Gäste aus Politik und Gesellschaft.
Der Nachmittag bietet den Besuchern des Heimattags in der Halle und in Nebenräumen vielfältige Möglichkeiten des Zusammenseins, der Information und Unterhaltung. Wie bereits zur Tradition geworden, wird den Interessierten ein kulturelles Programm geboten.
Kulturelles Programm und Unterhaltung
Die Vorsitzende des Arbeitskreises Donauschwäbischer Familienforscher Dr. Hertha Schwarz hält nach intensiven Archivarbeiten einen aufschlussreichen Vortrag über die Entstehung der Namen der deutschen Siedlungen im 18. Jahrhundert im Banat. Die AG Tracht stellt ihr neustes Buch zu den Frauentrachten der Banater Schwaben vor und auch das kürzlich erschienene Kochbuch „Banater Lieblingsgerichte“ von Dr. Hildegard Zappel wird von der Autorin präsentiert und signiert. Die Literatur hat beim Heimattag ebenfalls wieder ihren Platz: Katharina Kilzer stellt die aus Glogowatz stammende junge Schriftstellerin Betty Boras vor.
In der Donauhalle stehen für die Landsleute der verschiedenen HOGs wie gewohnt Tische bereit, an denen sie zusammensitzen können. Auf der Bühne präsentieren die Aktiven der DBJT und die Gastgruppe aus dem Banat ein sprühendes Programm von Volkstänzen. Für Tanz- und Feierlaune sorgen die Weinbergmusikanten unter der Leitung von Gerhard Wetzler. In der Messehalle 1 wird ebenfalls aufgespielt.
Ab 18 Uhr spielt „Akustik 3 - die Band“ unter der Leitung von Hans Pfleger in der Donauhalle zum Tanz auf. Im Foyer gibt es wie gewohnt Infostände von Vereinen und Institutionen sowie Bücherstände von Verlagen, wo man sich über Banater Themen und über Neuerscheinungen, auch die unserer Landsmannschaft, informieren kann.
Den ganzen Tag über stehen gastronomische Angebote vom Langosch, über Mititei bis zum Schweinebraten für die Besucher des Heimattags bereit. Und diesmal wird es für alle Gäste reichen!
Herzlich willkommen!
Peter-Dietmar Leber
Bundesvorsitzender
Grußwort des Präsidenten des Bundes der Vertriebenen zum Heimattag 2026
Raum für Heimat in Gemeinschaft

Liebe Banater Schwäbinnen und Banater Schwaben,
liebe Landsleute,
es ist mir eine ausgesprochene Freude und Ehre, sowohl im Namen des gesamten Präsidiums des Bundes der Vertriebenen als auch seitens aller Landsmannschaften und Landesverbände im BdV einen herzlichen Gruß zum diesjährigen Heimattag auszurichten, der Sie alle auch in diesem Jahr in gewohnter Manier in Ihrer Patenstadt Ulm zusammenführt.
Seit über einem Dreivierteljahrhundert ist die Landsmannschaft der Banater Schwaben in Deutschland anerkanntes und geschätztes Mitglied im Kreis der Vertriebenenverbände. Sie ist mit allen anderen Landsmannschaften vereint unter dem Dach des Bundes der Vertriebenen (BdV). Banater Schwaben standen immer an der Seite des BdV, bei allen Forderungen, Initiativen und noch zu erfüllenden Aufgaben. Spontan denke ich an Themenkomplexe wie Menschenrechte, Vertreibungsverbot, Unterstützung der deutschen Minderheiten, Kampf gegen die Rentenbenachteiligung und für den Erhalt des Kulturerbes. Und das sind nur einige der Aufgaben, die wir gemeinsam stemmen.
Die Landsmannschaft der Banater Schwaben ist Ausrichter des zweijährlichen Heimattages. Sie schafft Raum für Heimat in Gemeinschaft, manchem ist sie gar Resonanzraum einer eigenen, ideellen Heimat. Sie gibt den Menschen eine Stimme. Sie gibt ihnen Rückhalt und die Sicherheit, dass die einstige Heimat nicht vergessen wurde. In der Gemeinschaft blieben und bleiben die banatschwäbische Identität und Kultur, aber auch das mitgebrachte Wertefundament unverbrüchlich bestehen.
„Gemeinschaft“ ist das Stichwort, auf das ich hinaus möchte – denn kaum etwas ist für Ihren Heimattag prägender als genau das: Zusammenhalt, Bekenntnis, Mut zur Zukunft und Gemeinschaft. Wie passend das diesjährige Leitwort „Heimat im Herzen – Zukunft prägen“! Hier in Ulm feiert man nicht nur das Wiedersehen mit Freunden und Bekannten, sondern steckt die Köpfe zusammen und plant die nächste Fahrt ins Banat. Man verabredet sich auf ein Bier an der Bega und vereinbart die Rundfahrt über die Dörfer bis Hatzfeld. Der Heimattag bündelt und fördert das Beste dessen, was ein jeder von Ihnen aus dem Banat, aus seinem Dorf, seiner Stadt, seiner alten Heimat mitgebracht hat.
Wer, wie Sie, banatschwäbische Traditionen lebt und hochhält, wer sie zu einem Herzensanliegen macht, dem gelingt es auch in zunehmend schwierigeren Zeiten, all das an nachkommende Generationen weiterzugeben, was die Gemeinschaft bereits in der alten Heimat ausgemacht hat. Es gibt wohl kaum eine förderlichere Gelegenheit dafür als ebendiesen Heimattag in Ulm!
Über die Jahrzehnte hinweg sehen wir im Rückblick, wie gut die Landsmannschaft der Banater Schwaben es verstanden hat, sich immer wieder neu am Puls der Zeit auszurichten und ihre Strukturen und den Aktionsradius anzupassen. Sie sind heute eine moderne, integrative Organisation, die für tiefgehende Verbundenheit und enge Kontakte zur Heimat genauso wie für die Vermittlung von Traditionen in der Gegenwart steht. Für Ihre Arbeit und für Ihren pragmatischen Idealismus danke ich Ihnen im Namen des Bundes der Vertriebenen, aber auch persönlich von ganzem Herzen. Denn die deutsche Kultur im Donauraum und allgemein im östlichen Europa ist ein wesentlicher Bestandteil nicht nur deutscher, sondern gesamteuropäischer Kultur- und Geistesgeschichte!
Ich wünsche Ihnen einen unübertroffenen Heimattag 2026, Freude an der Zusammenkunft und hoffe sehr, die Banater Schwaben bei nächster, passender Gelegenheit persönlich begrüßen zu dürfen.
Mit herzlichen Grüßen
Stephan Mayer, MdB
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Beim Heimattag werden Film- und Tonaufnahmen sowie Fotos gemacht, mit deren Verwendung Sie sich durch den Besuch der Veranstaltungen einverstanden erklären.
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